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Zahnärztin Dr. Med. Dent. Natalie Pausen 02224-911033
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Hochwertiger Zahnersatz

Kronen auf einen Blick

Kronen gehören zum Zahnersatz – streng genommen ersetzen sie jedoch keinen Zahn, sondern bauen einen noch fest verwurzelten, aber stark geschädigten Zahn wieder auf. Meistens ist das nach einer ausgedehnten Karies der Fall, die den Zahn so weit angegriffen hat, dass eine Füllung nicht mehr möglich ist, oder wenn Teile des Zahnes durch einen Unfall verloren gegangen sind. Eine Krone ist wie eine “Schutzkappe”, die über den betroffenen Zahn gestülpt wird. Bevor es allerdings so weit ist, entfernt der Zahnarzt zunächst die Karies, baut den Zahn auf und beschleift die Zahnsubstanz. Vom so präparierten Zahn und vom Gegenkiefer werden anschließend Abdrücke genommen, die dem Zahntechniker als Vorlage für die Fertigung der Krone dienen. Da die Herstellung einige Tage dauert, wird der Zahn in der Zwischenzeit mit einem Provisorium geschützt. Ist die Krone dann fertig, wird sie zunächst anprobiert, bevor der Zahnarzt sie schließlich mit einem Spezialzement befestigt.

Vollkeramikkrone

Die Schönste aller Kronen

Die ästhetisch anspruchsvollste und hochwertigste Lösung für eine Kronenversorgung ist die Vollkeramikkrone, denn Keramik lässt sich in Farbe und Form ideal dem natürlichen Gebiss anpassen und wirkt sehr natürlich. Dank einer speziellen Schicht-Technik kann die Krone so modelliert werden, dass die Keramik in Farbbrillanz (Farbgebung) und Lichtdurchlässigkeit den natürlichen Zähnen zum Verwechseln ähnlich sieht. Aus diesem Grund sind Vollkeramikkronen vor allem für den sichtbaren Bereich die beste Wahl.

Hinweis:

Die Vollkeramikkrone hat gegenüber der metallkeramischen Verblendkrone den weiteren ästhetischen Vorteil, mit der Keramik am präparierten Zahn abzuschließen. Dadurch kann verhindert werden, dass später unter Umständen ein Metallrand im Bereich des Zahnfleisches sichtbar wird. Eine Vollkeramikkrone rekonstruiert den früheren echten Zahn eins zu eins in Form, Farbe und Gestalt.

Fingerspitzengefühl in der Vorbereitungsphase

Die Anfertigung und das Einsetzen von Vollkeramikkronen sind ein aufwändiger Prozess in mehreren Schritten, der vom Zahnarzt Präzisionsarbeit verlangt. Dazu gehören nicht nur die saubere Entfernung der Karies und die eventuelle Versorgung mit einer Aufbaufüllung. Besonders wichtig sind auch die Präzisionsabdrücke mit Spezialmassen und individuellen Farbbestimmungen, denn sie dienen als “Vorlage” für die Anfertigung des neuen Zahnes. Meistens müssen zusätzlich noch einige unterstützende Maßnahmen zur Bissbestimmung (Funktionsanalyse) als Vorgaben für den Zahntechniker notwendig sein – denn je mehr Informationen er erhält, umso passgenauer kann er die Vollkeramikkrone herstellen.

Filigrane Detailarbeit im Team

Die Anfertigung von Vollkeramikkronen bedarf größter Sorgfalt und ist sehr zeitintensiv, denn Keramik ist ein empfindliches Material. Nach dem Präzisionsabdruck und den zusätzlichen Vorgaben des Zahnarztes fertigt der Zahntechniker ein Modell an, auf dem die Krone erstellt wird. Die Herstellung dauert in der Regel einige Tage. In der Zwischenzeit wird der Patient mit einem Kunststoffprovisorium versorgt. Wenn die Krone fertig ist, prüft der Zahnarzt Passgenauigkeit, Sitz und Farbe. Erst dann kann der keramische Zahnersatz mit einer komplizierten Klebetechnik (Adhäsivtechnik) befestigt werden.

Teilkrone

Ist der Defekt im Zahn zu groß für eine Füllung, gleichzeitig aber noch nicht so ausgedehnt, dass eine komplette Überkronung notwendig ist, versorgt der Zahnarzt den Patienten in der Regel mit einer Teilkrone. Dabei wird nicht der komplette Zahn, sondern nur ein Teilbereich präpariert, so dass gesunde Zahnsubstanz so weit wie möglich erhalten werden kann. Die Teilkrone kann sowohl aus Gold als auch aus reiner Keramik angefertigt werden.

Die Keramikteilkronen sind durch ihre hervorragenden ästhetischen Eigenschaften charakterisiert. Allerdings sind sie auch durch den intensiveren Arbeitsprozess teuerer als die Teilkronen aus Gold.

Zur Anfertigung und Behandlung mit Teilkronen s. unter “Vollgusskronen” oder “Vollkeramikkronen”.

Allgemeine Informationen zur Brücke

Zahnlücken – besser schließen!

Nicht für alle Patienten ist es selbstverständlich, dass eine durch Zahnverlust hervorgerufene Lücke geschlossen werden sollte. Besonders im Seitenzahnbereich gehen einige Patienten von der Annahme aus, dass ein fehlender Zahn weder ihr Aussehen noch ihr Gebiss beeinträchtigt. Diese Annahme ist jedoch falsch, denn eine Zahnlücke fällt optisch auch im Seitenzahnbereich auf und – was noch viel entscheidender ist – kann den gesamten Kiefer in Mitleidenschaft ziehen. Nachbarzähne vor und hinter dem fehlenden Zahn können sich verschieben. Die Zähne im Gegenkiefer “verlängern” sich, da sie keine Abstützung mehr haben. Veränderungen wie diese führen schließlich zu Schäden im Kausystem. Um das zu verhindern, muss eine Zahnlücke geschlossen werden!

Fest verankert – die Brücke

Brücken zählen zum so genannten festsitzenden Zahnersatz. Anders als etwa eine Prothese lassen sie sich nicht herausnehmen. Je nach Anzahl und Position der fehlenden Zähne arbeitet die Zahnärztin mit ein-, zwei- oder mehrspannigen Brücken. Eine Brücke besteht aus zwei Teilen: den so genannten Ankerkronen und dem Brückenkörper. Die Ankerkronen werden dabei auf den vor und hinter einer Zahnlücke liegenden Zähnen – den so genannten Pfeilerzähnen – mit einem Spezialzement verankert. Sie geben dem Brückenkörper Halt, der aus einem oder mehreren Brückenzwischengliedern bestehen kann. Brücken haben allerdings nicht nur den Vorteil, dass sie fest sitzen. Im Gegensatz zu Teilprothesen sind sie recht zierlich gearbeitet; die zur Abstützung notwendigen Metallelemente oder großvolumige Kunststoffanteile entfallen damit.

Verschiedene Brücken – verschiedene Materialien

Jede Brücke wird in Form und Farbe, falls Verblendung oder Vollkeramik als Material gewählt wird, optimal den noch vorhandenen eigenen Zähnen angepasst. Sie kann sowohl im Seiten- als auch im Frontzahnbereich eingesetzt werden, um ein auf Dauer gut funktionierendes und optisch harmonisches Gebiss zu erhalten. Je nach Position der zu ersetzenden Zähne und den ästhetischen Ansprüchen des Patienten bestehen Brücken in der Regel aus einem Metallkern, der teilweise oder ganz mit Keramik bzw. Kunststoff verblendet ist. Wenn der Patient allerdings eine metallfreie Restauration wünscht, und besonders hohe Ansprüche an das Aussehen der Zähne stellt, kann die Zahnärztin in Abhängigkeit vom Befund die Brücke komplett aus Keramik – zum Beispiel Zirkonoxid – anfertigen. Sowohl die Vollkeramikbrücke als auch die keramisch vollverblendete Brücke wirken aufgrund ihrer besonderen Beschaffenheit am schönsten und natürlichsten.

Von der Lücke zur Brücke

Die Anfertigung und das Einsetzen einer Brücke sind ein aufwändiger Prozess in mehreren Schritten, der von der Zahnärztin Präzisionsarbeit verlangt. Um den späteren Zahnersatz zu verankern, müssen zuerst die die Lücke begrenzenden Zähne beschliffen werden. Unter örtlicher Betäubung wird dabei so wenig wie möglich natürliche Zahnhartsubstanz entfernt. Nach dieser Bearbeitung nimmt die Zahnärztin einige Präzisionsabdrücke mit Spezialmassen und bestimmt die ideale Farbe für die Verblendung – wichtige Informationen, die dem Zahntechniker als “Vorlage” für die Anfertigung der Brücke dienen. Für diese maßgeschneiderte Arbeit benötigt das Dentallabor einige Tage – darum wird der Patient in der Zwischenzeit mit einem Provisorium versorgt. Wenn die Brücke schließlich fertig ist, prüft die Zahnärztin bei einer Anprobe den optimalen Sitz, bevor sie den neuen Zahnersatz fest einzementiert.

Hinweis: Zusätzlich können noch einige unterstützende Maßnahmen zur genaueren Bissbestimmung (Funktionsanalyse) als Vorgaben für den Zahntechniker notwendig sein – denn je mehr Informationen der Zahntechniker erhält, umso passgenauer kann er die Brücke herstellen.

Gesundheit der Pfeilerzähne: ein Muss für Brückenträger

Die Haltbarkeit einer Brücke ist insbesondere von der Gesundheit der Pfeilerzähne abhängig. Schließlich tragen diese Zähne die Last der fehlenden. Eine sorgfältige Reinigung der Pfeilerzähne und des Brückenkörpers, vor allem im angrenzenden Zahnfleischrandbereich, ist daher äußerst wichtig. Hilfsmittel wie Zahnzwischenraumbürsten oder Zahnseide helfen dabei, dass weder Zahnfleischentzündungen noch Karies entstehen. Optimal ist darüber hinaus eine regelmäßige Individualprophylaxe mit professioneller Zahnreinigung.

Modellgussprothese

Die Modellgussprothese ist eine Standardversorgung für den langfristigen Ersatz mehrerer fehlender Zähne. Es handelt sich bei ihr um einen herausnehmbaren Zahnersatz. An den Zähnen wird diese Prothesenart über gegossene Klammern gehalten. Die metallenen Halteelemente greifen dabei um den Klammerzahn und stützen sich durch Auflagen auf ihm ab.
Die Vorteile der Modellgussprothese bestehen hauptsächlich darin, dass es sich hierbei um einen relativ preiswerten Zahnersatz handelt.

Teleskope

Hochwertige und sehr stabile Befestigung

Teleskope sind Verankerungselemente für den kombinierten Zahnersatz (zum Teil festsitzend und zum Teil herausnehmbar). Wenn ein festsitzender Zahnersatz nicht mehr möglich ist, sind sie eine sehr komfortable und ästhetische Alternative zu Teilprothesen mit Klammern. Durch ihr besonderes Funktionsprinzip garantieren Teleskope eine sichere Verbindung des neuen Zahnersatzes mit dem Restgebiss und sorgen so für optimalen Halt. Weiterer Vorteil: Die Prothese kann bei Verlust von zusätzlichen Zähnen mit geringem Aufwand ergänzt werden. Ausserdem sind Teleskope bei eingesetzter Prothese unsichtbar und darum kosmetisch sehr ansprechend.

Passgenauer Sitz durch Doppelkronen-Mechanik

Teleskope werden durch ein spezielles Doppelkronenprinzip verankert.
Sie bestehen aus zwei Elementen: den so genannten Innen- und Außenteleskopen. Die eigenen Zähne dienen dabei als Stützpfeiler, auf die dünne Goldkäppchen, die so genannten Innenteleskope, fest zementiert werden. Die Außenteleskope wiederum sind am herausnehmbaren Teil des Zahnersatzes befestigt und stülpen sich über die Innenteleskope. Über Unterdruck und Reibung (Friktion) wird die Prothese dabei im Mund gehalten. Innen- und Außenteleskope passen exakt ineinander und geben der Prothese so absolut sicheren Halt.

Doppelkronen erster Klasse

Teleskope sind ganz besondere Doppelkronen. Sie bestehen meist aus hochgoldhaltigen Legierungen, deren Fertigung sehr aufwändig ist. Mehrere Behandlungstermine sind die Voraussetzung, um zahnärztliche und zahntechnische Leistungen gut aufeinander abzustimmen. Teleskope führen zu einer optimalen Kraftverteilung auf alle Pfeilerzähne. Hier zeigt sich das perfekte Ergebnis der so wichtigen Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Dentallabor. Komplizierte Vorarbeiten wie Modellvermessungen, höchste Präzision beim Vorbereiten der Zähne für die Überkronung und die Prothese, individuelle Auswahl der Zahnfarbe und zahlreiche andere Arbeitsschritte sind für den Erfolg unabdingbar.

Bester Tragekomfort durch teleskopierende Brücke

Eine Sonderform der Teleskopprothese ist eine teleskopierende Brücke. Sie sind eine ästhetisch anspruchsvolle und komfortable Alternative zu einer herkömmlichen Teilprothese.

Die teleskopierende Brücke verbindet die positiven Eigenschaften einer festsitzenden Brücke mit den Vorteilen einer herausnehmbaren Teilprothese: hohe Stabilität und gute Verankerung auf der einen Seite, leichte Mundhygiene und mögliche Erweiterbarkeit beim Verlust weiterer Zähne auf der anderen Seite. Darüber hinaus hat sie aufgrund ihres besonderen Konstruktionsprinzips im Gegensatz zur Teilprothese den Vorteil, auf Metallbänder oder Kunststoffteile im Gaumen- oder Zungenbereich verzichten zu können. Die teleskopierende Brücke ist eine Mischform zwischen einer festsitzenden Brücke und einer herausnehmbaren Teilprothese. Sie ist möglich, wenn alle noch vorhandenen Zähne in einem Lückengebiss für Teleskope abgeschliffen werden.

Einfache Pflege – regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt

Die Pfeilerzähne mit ihren festzementierten Innenteleskopen lassen sich hervorragend pflegen. Zudem sind Teleskop-Prothesen eine ästhetische Zahnersatz-Variante. Ein weiterer Vorteil: Wenn einmal ein zusätzlicher Zahn gezogen werden muss, sind sie einfach erweiterbar, ohne dass der komplette Zahnersatz neu gefertigt werden muss. Der Sitz der teleskopgetragenen Prothese sollte unbedingt regelmäßig kontrolliert werden, da sich der Kieferknochen mit der Zeit verändern kann. Ist das der Fall, so muss die Prothese den Veränderungen angepasst werden. Sie wird viele Jahre für höchsten Tragekomfort sorgen.

Pflege von Teilprothesen, Prothesen und Teleskopprothesen

Der Umgang mit einer Teilprothese ist anfangs ungewohnt und braucht einige Übung. Ganz wichtig für Träger von Teilprothesen ist eine regelmäßige und intensive Reinigung der eigenen Zähne und des herausnehmbaren Zahnersatzes. Mit der richtigen Technik und guten Reinigungshilfsmitteln bekommt der Patient die Pflege aber schnell in den Griff. Die Zahnärztin oder ihre Prophylaxeassistentin zeigen gerne, wie die eigenen Zähne und der Zahnersatz am besten gereinigt werden.

Einige grundsätzliche Regeln:

Prothese und eigene Zähne nach jeder Mahlzeit reinigen.

Der Einsatz von Reinigungstabletten kann in Absprache mit dem Zahnarzt hilfreich sein.
Reinigung der Prothese möglichst immer über einer weichen Unterlage oder einem mit Wasser gefüllten Waschbecken vornehmen. Wenn sie herunterfällt, kommt es nicht so leicht zu Beschädigungen!

Tipp für Brillenträger: Lesebrille zur Reinigung aufsetzen, damit wirklich alle Unreinheiten erkannt werden.

Und so funktioniert es am besten:

Prothese zur Zahnpflege aus dem Mund nehmen.

Zähne wie gewohnt mit der Zahnbürste putzen.

Zahnfleischrand schonend, aber gut bürsten, denn an dieser Stelle endet meist die künstliche Krone, an der der Zahnersatz befestigt wird. Bakterien siedeln sich dort besonders gerne an.

Je nach Prothesenverankerung können für die Pflege der überkronten Zähne zusätzliche Hilfsmittel wie Interdentalbürsten oder Zahnseide sinnvoll sein.

Prothese über einer weichen Unterlage wie die eigenen Zähne mit Bürste putzen und dabei geeignetes Reinigungsmittel verwenden.

Nach der Reinigung gründlich abspülen.

Tipps & Tricks für die Pflege von Teilprothesen:

Es gibt im Fachhandel spezielle Prothesenbürsten, die längere Borsten und ein dickeres Borstenfeld haben.

Prothesenreinigung in der Praxis

Wir bieten als Service eine intensive Prothesenreinigung an, die zwar kostenpflichtig, aber sehr wirksam ist! Mit speziellen Reinigungsmitteln und dem Einsatz von Ultraschallreinigungsgeräten können die dritten Zähne so wieder wie neu erstrahlen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Verfärbungen noch nicht zu weit fortgeschritten sind. Genauere Hinweise gibt unser Prophylaxe-Team.

Funktionsanalytische Leistungen (FAL) bei Zahnersatz

Optimalen Sitz garantieren

Kiefer, Muskeln und Zähne sind ständig aktiv – ob beim Sprechen, Essen oder Schlafen. Schon ein leicht gestörtes Zusammenspiel der Zähne kann zu Fehlbelastungen führen, die das gesamte Gebiss auf Dauer schädigen. Ein besonderes Augenmerk muss der Zahnarzt darum auf die Planung und Anfertigung neuer Zähne legen, damit sie sich ideal und funktionsgerecht in das Kausystem einfügen und keine Störgefühle, Beschwerden oder gar Schäden hervorrufen. Verschiedene funktionsanalytische Maßnahmen liefern wichtige zusätzliche Informationen, damit der spätere Zahnersatz ideal passt.

Anspruchsvolles Diagnoseverfahren

Im Rahmen der Funktionsanalyse werden mit Hilfe ausgefeilter Techniken verschiedene Untersuchungen vorgenommen, die in der Regel recht komplex sind. Das Ziel ist, Bewegungen des Unterkiefers in unterschiedlichen Situationen (Sprechen, Kauen, Ruhestellung) festzuhalten. Besonders wichtig für die Anfertigung von Kronen, Brücken, Teleskop/Totalprothesen ist die genaue Position des Unterkiefers zum Oberkiefer. Sie dient als Basis für die Bestimmung von Höhe und Form des Zahnersatzes (Kaurelief). Auch Vorschub- und Seitwärtsbewegungen des Kiefergelenks können so erkannt und rekonstruiert werden. Grundsätzlich gilt: Je mehr Informationen der Zahntechniker vom Zahnarzt erhält, um so exakter kann er den Zahnersatz anfertigen.

Zusätzliche Leistungen, die sich lohnen

Funktionsanalytische Leistungen werden nicht von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen. Hierfür trifft der Zahnarzt mit seinem Patienten eine freie Vereinbarung und erstellt einen individuellen Heil- und Kostenplan. Die aufwändige Dokumentation und Wiederherstellung der ursprünglichen Kaufunktion lohnt sich jedoch für jeden Patienten, denn mit ihrer Hilfe ist es dem Zahnarzt möglich, den Zahnersatz optimal anzupassen und in das Gebiss einzufügen.

Inlays – Kronen – Brücken: Materialien im Vergleich

Verschiedene Materialien für Inlays, Kronen und Brücken

Müssen ein oder mehrere Zähne mit Inlays, Kronen oder Brücken versorgt werden, kann der Zahnarzt auf unterschiedliche Werkstoffe zurückgreifen. Dabei hat er die Wahl zwischen Kunststoff, Keramik, verschiedenen Metalllegierungen oder Kombinationen aus diesen Materialien. Die Entscheidung ist abhängig von der Position des Zahnes, dem Umfang der notwendigen Versorgung, der Kaubelastung, der ein Zahnersatz oder eine indirekte Füllung standhalten muss, und den ästhetischen Ansprüchen des Patienten.

Keramik – der Zahnfarbe am nächsten

Die schönsten Inlays und Kronen – also die, die man kaum als solche erkennt – sind meist aus Keramik. Denn dieses Material wirkt auf Grund seiner Beschaffenheit und Lichtdurchlässigkeit sehr natürlich und kann optimal an die eigene Zahnfarbe und -form angepasst werden. Darüber hinaus ist Keramik ein Werkstoff, der sehr gewebefreundlich, mundverträglich und farbbeständig ist und wegen seiner guten Abriebfestigkeit durch eine hohe Beständigkeit überzeugt. Man spricht von “Verblendkeramik”, wenn auf eine dünne Goldkrone nach außen eine Keramikschicht aufgetragen wird. Die ästhetisch anspruchsvollsten Lösungen sind jedoch Kronen, die vollständig aus Keramik bestehen (Vollkeramikkronen).

Komposit – die kostengünstigere zahnfarbene Variante

Komposit – ein Spezialkunststoff, der mit Glas- und Quarzpartikeln verstärkt ist – wird vor allem für Füllungen, Inlays und die Verblendung von Kronen verwendet. Das Quarz sorgt für eine ausreichende Festigkeit des Komposits, die Glaspartikel verleihen dem Kunststoff ein keramikähnliches Aussehen. Über die Mischverhältnisse des Komposits kann die Lichtdurchlässigkeit bestimmt und die Farbe des Zahnschmelzes annähernd nachgeahmt werden. Komposite sind nicht so abriebfest wie zum Beispiel Keramik und können wegen dieser Materialeigenschaft nicht überall eingesetzt werden.

Metalllegierungen – vielfältig im Einsatz

Es gibt verschiedene Legierungen, die für Inlays, Kronen und Brücken verwendet werden können – mit unterschiedlichen Ansprüchen an Verarbeitung, Verträglichkeit und Beständigkeit. Zu den Klassikern zählen hochgoldhaltige Legierungen. Sie bestehen aus einer Mischung aus Gold und Platin und schimmern gold- oder weißgoldfarben. Wegen der langjährigen Erfahrung und ständigen Weiterentwicklung lassen sie sich gut verarbeiten.

Unterschiedliche Ansprüche – verschiedene Preise

Die Kosten für Inlays, Kronen und Brücken hängen stark von der Wahl des Materials sowie dem Behandlungs- und Herstellungsverfahren ab. Je anspruchsvoller ein Patient in punkto Ästhetik und Beständigkeit ist, umso höher liegen in der Regel die Kosten. Auch die aufwändige Verarbeitung in der Praxis und im Labor beeinflussen den Preis:
Material: Keramik ist hochwertiger als Kunststoff und darum teurer. Bei Gold ist der Materialpreis wiederum höher als z. B. bei Titan.

Menge: Nicht jeder Zahn ist bei allen Patienten gleich groß, auch die Größe des Zahndefekts variiert. Dementsprechend ist die verwendete Goldmenge unterschiedlich. Der Preis hängt außerdem davon ab, wie hoch der Goldanteil in einer Legierung ist.

Herstellung: Jede Krone, jede Brücke, jedes Inlay ist ein Einzelstück, das individuell vom Zahntechniker-Labor nach Vorgaben des Zahnarztes gefertigt wird. Bestimmte Fertigungstechniken sind aufwändiger als Standardverfahren.
Beratung und Behandlung: Es gibt keine Standardlösung – je nach Art der Versorgung und den Ansprüchen des Patienten ist der Behandlungsaufwand für den Zahnarzt unterschiedlich. Er entscheidet nach eingehender Beratung und Aufklärung gemeinsam mit dem Patienten, welche Behandlungsmethode zum Einsatz kommen soll.

Schienentherapie (Funktionstherapeutische Leistungen, FTL)

Störungen im Zusammenspiel von Zähnen, Kiefer und Muskulatur

Im Alltag haben Zähne beim Kauen, Schlucken, Sprechen etc. täglich etwa 40 Minuten direkten Kontakt miteinander. Die restliche Zeit sollten Kiefer und Kaumuskulatur entspannt sein. Ist jedoch das Kausystem gestört oder die Muskulatur dauerhaft angespannt, kann es zu erheblichen Beeinträchtigungen kommen. Die Folge: Knacken oder Schmerzen der Kiefergelenke, eingeschränkte Beweglichkeit, Zähneknirschen, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen bis hin zu chronischen Verspannungen.

Die Ursachen finden

Funktionelle Störungen im Bereich Zahn, Kiefergelenk und Muskeln äußern sich meist erst in einem späteren Stadium. Die Gründe für diese Störungen liegen in einer Fehlbelastung beim Kau- oder Schluckvorgang, die zum Beispiel durch Stress oder Zahnfehlstellungen verursacht werden.

In der Regel leiden Patienten schon länger an ihren Symptomen, ohne zu wissen, woher ihre Beschwerden kommen. Auch für den Zahnarzt ist es nicht immer leicht, die Ursachen herauszufinden. Ein Großteil der Funktionstherapie besteht deshalb zunächst in einer ausgiebigen Befunderhebung (wozu auch Funktionsanalyse gehört) bei der der Zahnarzt nach den möglichen Störquellen sucht und verschiedene Möglichkeiten testet.

Therapeutische Maßnahmen

Alle Therapien von Funktionsstörungen zielen darauf ab, das ursprüngliche Gleichgewicht zwischen Muskulatur und Kiefergelenk wiederherzustellen. Ein Patentrezept gibt es nicht – der Zahnarzt muss individuell analysieren, woher die Beschwerden des Patienten kommen und welche Maßnahmen zur Linderung bzw. Heilung sinnvoll sind. Er wird dabei immer die schonendste Lösung vorschlagen und deshalb manchmal Schritt für Schritt vorgehen, bevor er Veränderungen an den Zähnen vornimmt.

Neues Kauverhalten mit Aufbissschiene trainieren

Fehlbelastungen im Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenk und Kiefermuskulatur können sich unter Stress oder durch Veränderung der Zahnstellungen nach Zahnverlust entwickeln. Abhilfe für die Beschwerden des Patienten kann in einigen Fällen eine herausnehmbare Aufbissschiene schaffen, die er überwiegend nachts trägt. Diese Schiene wird nach Abformung des Gebisses in einem Dentallabor angefertigt und soll das gestörte Gleichgewicht zwischen Zähnen, Muskeln und Kiefergelenk harmonisieren. Durch die Neugestaltung des Oberflächenreliefs verteilen sich nämlich alle wirkenden Kräfte neu und entlasten das Kiefergelenk. Das Tragen der Schiene hat einen Trainingseffekt: Der Patient gewöhnt sich ein neues Kauverhalten an. Wann und wie lange die Aufbissschiene vom Patienten getragen werden muss, wird vom Zahnarzt festgelegt.

Zähne neu aufeinander abstimmen

Nicht immer reicht das zeitweilige Tragen einer Aufbissschiene aus, um das gestörte Kauverhalten auszugleichen. Für einen langfristigen Erfolg der funktionstherapeutischen Maßnahmen kann es manchmal notwendig sein, das mittels Aufbissschiene trainierte Gleichgewicht auch durch die Neugestaltung der Kauflächen der eigenen Zähne festzuhalten.

Bewusst entspannen – Muskeln lockern

Besonders Muskelverspannungen im Kieferbereich haben häufig psychische Ursachen. Stress gilt als einer der wesentlichen Faktoren. Patienten, die knirschen oder in Stresssituationen im wahrsten Sinne des Wortes “die Zähne zusammenbeißen”, können mit Hilfe von Entspannungstechniken, Krankengymnastik, Wärmebehandlungen, Massagen und Hypnose etwas für ihre innere Ruhe tun. Sie lernen dadurch, mit Stresssituationen anders umzugehen. Zur Schonung der Muskulatur kann der Zahnarzt zeitweise auch die Vermeidung von kauintensiven Speisen oder Kaugummi empfehlen. Nur in sehr schweren Fällen werden muskelentspannende Medikamente verabreicht.

So kommen Sie zu uns
Dr.med.dent.Natalie Paulsen
Am Saynschen Hof 8
53604 Bad Honnef
Telefon: 02224/911033

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